Symptome

Eisen ist ein für unseren Organismus unverzichtbares Spurenelement, das für den Sauerstofftransport und einen gesunden Stoffwechsel benötigt wird. Bei schwerem und lang anhaltendem Eisenmangel kann es zu einer Abnahme der Anzahl der roten Blutkörperchen im Blut kommen. Dies wird als Eisenmangelanämie bezeichnet.

Welche Symptome treten häufig bei Eisenmangel auf?

Eisenmangel, durch Eisenmangel bedingte Anämie: Wie stelle ich fest, ob ich betroffen bin?

Eisenmangel kann sich auf ganz unterschiedliche Weise zeigen. Die grösste Schwierigkeit bei der Diagnose eines Eisenmangels liegt darin begründet, dass die meisten damit verbundenen Symptome nicht spezifisch sind und daher auch im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen auftreten können. Deshalb ist es wichtig, auf den eigenen Körper zu hören und im Zweifelsfall und bei Symptomen wie unerklärlicher Erschöpfung mit dem Arzt darüber zu sprechen. Der Arzt kann anhand eines Blutbildes eine Diagnose stellen.

Erschöpfung

Erschöpfung ist einer der häufigsten Gründe für einen Arztbesuch. Eine der vielen möglichen Ursachen ist Eisenmangel, mit oder ohne Anämie (Blutarmut). Müdigkeit und Erschöpfung sind die häufigsten Symptome bei Personen, die unter Eisenmangel leiden.

Abnahme der körperlichen Leistungsfähigkeit und Kraft

Eisenmangel schadet der körperlichen Verfassung, den sportlichen Leistungen und der Ausdauer. Tatsächlich trägt Eisen aktiv zur Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff bei. Die Funktion der Muskeln kann beeinträchtigt werden, wenn sie nicht den Sauerstoff erhalten, den sie benötigen.

Abnahme der geistigen Fähigkeiten

Bei Erwachsenen äussert sich Eisenmangel durch Konzentrationsschwierigkeiten bis hin zu psychischen Beeinträchtigungen (z.B. depressive Zustände) Bei Kindern kann ein schwerer Eisenmangel zu Wachstumsverzögerungen und Entwicklungsstörungen des Zentralnervensystems führen. Eisenmangel kann der Aufmerksamkeit, der Lernfähigkeit und dem Gedächtnis schaden.

Haarausfall

Haare, die dünner oder brüchig werden, ihren Glanz verlieren oder in Büscheln ausfallen, können auf einen Eisenmangel hindeuten. Tatsächlich konnte ein Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Haarausfall vor Kurzem in einer grossangelegten Studie an 5’000 Frauen nachgewiesen werden. Bei nachgewiesenem Eisenmangel kann Haarausfall durch eine Korrektur der Eisenwerte im Blut eingedämmt werden.

Unruhige Beine

Es besteht auch ein Zusammenhang zwischen dem vorhandenen Eisen im Gehirn und dem Syndrom der unruhigen Beine (RLS: Restless Legs Syndrom). Das RLS äussert sich in einem unangenehmen Gefühl in den Beinen zusammen mit unkontrollierbaren Bewegungen. Die Symptome treten vor allem am Abend oder während der Nacht, im Sitzen oder im Liegen auf und lassen bei Bewegung, z.B. beim Gehen oder einfach in aufrechter Position, nach.

Schlechte Wärmeregulation

Es kommt auch vor, dass Patienten mit Eisenmangel Kälte schlechter vertragen als andere Menschen. Tatsächlich scheint Eisen eine Rolle beim Mechanismus der Temperaturregulation unseres Körpers zu spielen.

Symptome bei Eisenmangel mit Blutarmut

Eisenmangel mit Blutarmut ist eine schwere Form des Eisenmangels. Die Symptome sind daher teilweise dieselben wie beim Eisenmangel ohne Blutarmut. Bei Blutarmut kommt es zudem zu weiteren Beschwerden:

  • Atembeschwerden
  • Herzrasen
  • Blasse Haut und blasse Schleimhäute

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